Die Geschichte des Vereins
Der Fanfarenzug Gernlinden wurde im Jahr 1961 gegründet. Es waren einige Mitglieder des Burschenvereins Gernlinden, die sich mit dem Gedanken trugen, eine Faschingsgesellschaft ins Leben zu rufen. Bei den Planungen hierzu kam man auch auf die Idee, die Auftritte der Faschingsgesellschaft musikalisch zu begleiten, z.B. durch einen Trommler- oder Spielmannszug. Man einigte sich schließlich auf die Gründung eines Fanfarenzuges, da man mit Heinz Dörner und Achim Dorwarth Leute mit Kenntnissen im Spielen von Trommeln und Fanfaren zur Hand hatte. So begannen im September 1961 die wöchentlichen Proben in der Werkstatt des damaligen 1.Fanfarenzugführers Karl-Hans Benz. Die Instrumente, sieben Fanfaren und drei Landsknechtstrommeln konnten durch private finanzielle Mittel angeschafft werden. Schon bald waren durch fleißiges Üben einige Märsche einstudiert und mit dem Spielen eines Weckrufes am 1.Mai 1962 trat der Fanfarenzug erstmals öffentlich auf. Männer der Anfangszeit waren Karl-Hans Benz, Heinz Dörner, der leider viel zu früh am 19.02.1985 verstorben ist, Achim Dorwarth, Jürgen Dorwarth, Alfred Gamperling, Martin Lindermair, Anton Maier, Alois Pangerl, Roman Rauscher, Hans Steuer und Benedikt Weinbauer. Die erste "Uniform" bestand aus dunkler Hose und weißem Hemd. Schon 1962 wurden, wiederum mit Hilfe privater Mittel und den ersten eingespielten Geldern, Fanfarentücher mit dem Wappen des Burschenvereins Gernlinden angeschafft. Mittlerweile hatte man die Proben von der Werkstatt des 1. Fanfarenzugführers Karl-Hans Benz in den Saal der Bahnhofsgaststätte Ritzer, die sich im sogenannten "Waldschlössel" befand, verlegt. Groß heraus kam der Fanfarenzug mit der Prinzengarde Gernlinden, die er über mehrere Jahre hinweg bei ihren Auftritten in Nah und Fern begleitete. Bald war unser Verein ein gerngesehener Gast bei Fahnenweihen, Musikfesten sowie vielerlei Festzügen und spielte auch auf Hochzeiten oder Geburtstagen gerne ein Ständchen. Das Jahr 1964 war für den Verein von ganz besonderer Bedeutung. Man erhielt nämlich die Möglichkeit, beim großen Trachten- und Schützenzug des Oktoberfestes in München mitzuwirken. Bedingung hierfür war allerdings eine bayerische Tracht. Nachdem der Fanfarenzug inzwischen auf eine Stärke von zwölf Mann angewachsen war, die wenigsten Spieler aber eine Lederhose ihr Eigen nennen konnten, begann eine fieberhafte Suche nach "Leih-Lederhosen". Zu guter Letzt hatte jeder "seine" Hose gefunden, auch wenn darin bei so manchem noch ein zweiter Spieler Platz gehabt hätte. Überliefert ist auch die Episode von Karl-Hans Benz der sich, obwohl er normalerweise die Schuhgröße 43 hatte, in geliehene Haferlschuhe der Größe 41 hineinzwängte. In etwa auf halber Strecke hielt er es nicht mehr aus, zog die Schuhe aus und marschierte den Rest strumpfsockig weiter. Trotz der kleinen "Anlaufschwierigkeiten" nutzte der Fanfarenzug seine Chance und ist bis heute alljährlich beim Oktoberfest dabei. Seit 1964 marschieren wir dabei in ununterbrochener Folge zusammen mit der bekannten Kapelle "Otto Schwarzfischer", die in der Schottenhamel Festhalle für beste Musikunterhaltung sorgt. Den lang gehegten Wunsch nach einer einheitlichen bayerischen Tracht konnte sich der Fanfarenzug 1966 erfüllen. Mit Haferlschuhen, blauen Strümpfen, Bundlederhose, Hosenträgern mit eingesticktem Maisacher Gemeindewappen und roter Weste entsprach sie der sogenannten „Brucker Burschentracht“. Finanziert wurde sie durch Eigenbeteiligung der Spieler, private Spenden, Zuschüsse der Gemeinde Maisach und die restlose Plünderung der Vereinskasse. Inzwischen war der Fanfarenzug in der nunmehrigen Großgemeinde Maisach zur festen Institution geworden. Neben der Teilnahme an den Faschingszügen in Gernlinden und Olching war er bei den Vorbereitungen und beim Aufstellen des Maibaumes in Gernlinden nicht mehr wegzudenken. Der 1.Mai begann traditionsgemäß um 6.00 Uhr mit dem musikalischen Weckruf, den vielleicht außer einigen notorischen Langschläfern niemand missen mochte. Unter Führung von Burschenverein/Fanfarenzug wurde dann zusammen mit anderen Gernlindner Ortsvereinen der schon vorher aus dem Wald herangeschaffte und in der Nacht strengstens bewachte Baum geschmückt und anschließend mit Muskelkraft und den sogenannten „Schwalben“ aufgestellt. Es ist eine besondere Freude, daß sich an diesem "Ritual" bis heute nichts geändert hat und das Fest, das der Burschenverein Gernlinden jedes Jahr anläßlich des Maibaumaufstellens organisiert von der Bevölkerung gerne besucht wird. Anfang der siebziger Jahre zeichnete sich beim Fanfarenzug ein Generationswechsel ab. Für viele verdiente Kameraden der "Pionierzeit" rückten junge Spieler nach, die das Musikspielen und die Pflege des Brauchtums im Sinne der Gründungsmitglieder weiterführten. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren, in denen die Mitgliederzahl ziemlich konstant war, erlebte der Verein nun ein ständiges Kommen und Gehen, und seine Stärke bewegte sich zwischen 10 und 25 Mann (auch Mädchen). Selbst in Zeiten geringerer Stärke erfüllte der Fanfarenzug stets seine vertraglichen Pflichten. Die bayerische Tracht wurde weiter vervollständigt. Nachdem im Jahre 1974 schwarze Hüte angeschafft wurden, kamen später noch Krawatten und braune Jacken hinzu. Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war 1984 die Fahrt nach Apenrade/Dänemark, an der der Fanfarenzug zusammen mit anderen Vereinen der Gemeinde Maisach teilnahm. Im gleichen Jahr wurde von Vereinsmitgliedern erwogen, zusätzlich zur vorhandenen bayerischen Tracht eine historische Landsknechtstracht anzuschaffen. Hintergedanke dabei war, dem Fanfarenzug die Teilnahme an mittelalterlich-historischen Veranstaltungen wie z.B. den Ritterspielen in Kaltenberg zu ermöglichen. Die Tracht wurde nach alten Vorlagen und eigenen Vorstellungen entworfen. Wichtig war, einen Bezug zwischen dem Fanfarenzug und seinem Gründungs- und Heimatort Gernlinden herzustellen. Dabei dachten wir an Graf Hans Veit III. zu Toerring-Jettenbach, der an der Entwicklung des Ortes Gernlinden Anfang des 20. Jahrhunderts maßgeblichen Einfluß hatte. Wegen der neuen Tracht mußte die Vereinskasse zum zweiten Mal völlig ausgeplündert werden. Trotz finanzieller Eigenbeteiligung der Spieler, sowie zahlreicher Zuschüsse und Spenden konnten wir wie schon bei der Anschaffung der bayerischen Tracht die Landsknechtsuniform erst nach und nach vervollständigen. So wurden die provisorischen gelb- schwarz gerauteten Fanfarentücher erst Anfang 1988 durch solche ersetzt, auf denen ein weiteres Wappen der Familie Toerring, das sogenannte Schildwappen mit den drei Rosen, eingestickt ist. Auch Ledergürtel und unsere vielfach bestaunten historischen "Kuhmaulschuhe" kamen erst später hinzu. Um das mittelalterliche Bild abzurunden, gesellten sich zu den Trommlern und Fanfarenbläsern nun auch Fahnenschwinger, die seither im wahrsten Sinne des Wortes für "frischen Wind" bei unseren Auftritten sorgen. Die Entscheidung, dem Fanfarenzug eine historische Note zu geben, war in der Tat ein zukunftsweisender Entschluß, der sich bis heute durch gefüllte Terminkalender rechtfertigt. Als Dank und Anerkennung für seine ideelle und finanzielle Unterstützung wurde Hans Caspar Graf zu Toerring- Jettenbach 1987 zum Ehrenmitglied des Fanfarenzuges ernannt. Aber nicht nur wegen der Anschaffung der neuen Tracht war das Jahr 1985 für den Verein von großer Bedeutung. Der Fanfarenzug trennte sich vom Burschenverein, aus dem er 1961 als Unterabteilung hervorgegangen war und wurde selbständig. Man trug fortan den Namen und darf seit der Eintragung ins Vereinsregister am 28.April 1986 den Zusatz e.V. führen. Der Trennung gingen viele zum Teil auch sehr hitzige und emotional geführte Diskussionen zwischen Mitgliedern des Burschenvereins und aktiven Trommlern und Bläsern des Fanfarenzuges voraus. Mit dem Abstand von nun- mehr über 20 Jahren läßt sich feststellen, daß sowohl Burschenverein als auch Fanfarenzug seit 1985 eine überaus erfreuliche und positive Entwicklung genommen haben. Im September 1986 konnten wir unser neues Vereinsheim und den Probenraum im Kellergeschoß des Bürgerzentrums Gernlinden beziehen. Die Räume werden uns bis zum heutigen Tage von der Gemeinde Maisach zur Verfügung gestellt und von uns intensiv genutzt. Ein herzliches "Vergelt´s Gott" möchten wir an dieser Stelle der katholischen Pfarrgmeinde "Bruder Konrad" sagen. Mehr als zwei Jahrzehnte war unser Vereinsheim im Pfarrzentrum untergebracht. Trotz der sicherlich nicht gerade leisen Proben war in all den Jahren das Verhältnis ausgesprochen gut. Im Januar 1987 wurde Rudi Keilberth zum Ehrenmitglied ernannt. Damit wurde er für seine großen Verdienste, die er sich um den Fanfarenzug erworben hat, gebührend geehrt. In seiner mehr als 20 Jahre dauernden Tätigkeit als Geschäftsführer organisierte er mit großem Idealismus unzählige Auftritte, sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Vereinslebens und marschierte als unser g´standner Tambourmajor bei allen Auftritten stets an vorderster Stelle. Notwendige Entscheidungen traf er mit herausragendem Sachverstand und viel Herz. 1988 erwog man zum 30-jährigen Bestehen des Fanfarenzuges im Jahre 1991 ein Jubiläumsfest zu veranstalten. Bei der Jahreshauptversammlung am 11.01.1989 wurde nach eingehender Diskussion die Durchführung der Feierlichkeit beschlossen. Durch die engagierte Arbeit der Vorstandschaft unter Führung des damaligen 1. Vorsitzenden Reinhard Graf, den Mitgliedern des Festausschußes und vielen anderen freiwilligen Helfern ist es uns gelungen vom 21.06.1991 bis zum 23.06.1991 ein wirklich beeindruckendes Fest auf die Beine zu stellen, das bis heute den aktiven Teilnehmern, aber auch noch vielen Gernlindnerinnen und Gernlindnern in guter Erinnerung ist. Höhepunkt war sicherlich der große Country- Abend mit der Gruppe "TRUCK-STOP". Das (von uns in Eigenregie) auf einem von Josef Poxleitner unentgeltlich zur Verfügung gestellten Platz errichtete Zelt war mit rund 2000 Gästen bis auf den letzten Platz ausverkauft, und die Stimmung war phantastisch. Aber auch die sonstigen Veranstaltungen unseres Jubiläumsprogrammes waren schön, allen voran der große und farbenprächtige Festzug mit über 15 Spielmanns - und Fanfarenzügen (z.B.aus Lindau, Ravensburg und Neuburg an der Donau) sowie den Ortsvereinen durch die Straßen von Gernlinden. Dem Wettergott müssen wir bis heute dankbar sein, denn die Tage vor unserem Fest regnete es nahezu ununterbrochen, aber mit Beginn unserer Veranstaltung am Freitag, den 21.06.1991 hatten wir schönes Wetter. Nicht minder erfolgreich wie in den ersten drei Jahrzehnten war die Entwicklung des Fanfarenzuges seit 1991. Die historische Landsknechtstracht eröffnet uns nach wie vor die Möglichkeit an vielen schönen historischen Veranstaltungen teilzunehmen. Seit 1985 ist der Fanfarenzug Gernlinden regelmäßig beim weltgrößten Ritterturnier in Kaltenberg dabei, seit 1992 bei den alle zwei Jahre stattfindenden Ritterspielen in Ortenburg (bei Passau) und seit 2002 bei dem mittelalterlichen Fest auf Schloß Hexenagger im Altmühltal. Besondere Höhepunkte waren auch die Teilnahme am Schloßfest in Neuburg an der Donau (2003) und am Peter und Paul Fest in Bretten/Baden (2004). Bei der Jahreshauptversammlung im März 2001 wurde Achim Dorwarth zum insgesamt dritten Ehrenmitglied des Fanfarenzuges neben Rudi Keilberth und Hans Caspar Graf zu Toerring-Jettenbach ernannt. Achim Dorwarth ist seit der Gründung im Jahre 1961, abgesehen von einer kurzen Unterbrechung, aktiver Fanfarenbläser. Er hatte das musizieren in seiner Jugend beim Fanfarenzug Bretten gelernt und war somit prädestiniert, die dort erlernten Märsche an, den sich im Aufbau befindlichen Fanfarenzug Gernlinden weiterzugeben und mit den Spielern einzustudieren. Auch an den Planungen für die historische Landsknechtstracht und deren letztendliche Realisierung hatte er maßgeblichen Einfluss. Nicht zu vergessen, dass er im Laufe seiner jahrzehntelangen Mitgliedschaft verschiedene Vorstandsämter im Verein bekleidete. Auch der Fanfarenzug geht mit der Zeit und ist seit 2002 unter www.fanfarenzuggernlinden.de im Internet vertreten. Die Homepage hat unser Mitglied Christian Förg aufgebaut und wurde bis 2014 von ihm “geflegt” und weiterentwickelt. Die Homepage ist für unsere Mitglieder und alle anderen potentiellen Interessenten gleichermaßen eine aktuelle und informative Plattform. Im Jahr 2015 wurde unsere Homepage von Sebastian Klose völlig neu “designed” und umgestaltet um auch dem mobilen Zeitalter entsprechen zu können. Durch die Teilnahme an vielen historischen Festen entstand die Idee, die Auftritte des Fanfarenzuges gerade in der Dämmerung oder am Abend mit Feuerspuckern zu bereichern. Da unsere Mitglieder Leo Huber und René Huber bereits "privat" feuerspuckten, wurden sie "verpflichtet" dies auch im Fanfarenzug zu praktizieren. So konnten wir schon bei vielen Auftritten die Zuschauer nicht nur mit der Fanfarenmusik, sondern auch mit einer schönen "Feuershow" begeistern. Glücklicherweise konnten wir in den letzten Jahren wieder Nachwuchs für unseren Verein gewinnen. Dies machte es erforderlich, über die montags und mittwochs stattfindenden Proben hinaus, noch einmal im Jahr ein "Trainingslager" durchzuführen, in dem unsere jungen Mitglieder, aber auch die altgedienten Trommler und Bläser intensiv proben und neue Märsche einstudieren konnten. In Dinkelscherben, idyllisch gelegen im Naturpark "Augsburg westliche Wälder", fanden wir im dortigen Kreisjugendheim ideale Voraussetzungen und verbringen dort seit 2002 unsere Probenwochenenden, bei denen aber auch der Spaß und die sonstige Freizeitgestaltung, wie Fußball- und Tischtennisspielen oder Schwimmen nicht zu kurz kommt. Nach mehreren Anläufen begann der Fanfarenzug Ende 2001 / Anfang 2002 mit der konkreten Umsetzung seiner schon lange existierenden Idee, vor dem Bürgerzentrum einen Brunnen zu bauen. Dieser Brunnen soll einerseits dazu beitragen, das Ortszentrum von Gernlinden zu verschönern und zu beleben, andererseits das Andenken an Graf Hans Veit III. zu Toerring-Jettenbach zu erhalten. Viele Hürden waren zu überwinden bis wir endlich am 19.05.2006 mit der Weihe des Brunnens einen lange gehegten Traum verwirklichen konnten. Wir wünschten uns, daß der Brunnen zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt wird und bleibt. Auch sonst nimmt der Fanfarenzug seit Jahrzehnten regen Anteil am öffentlichen Leben in Gernlinden. Neben der regelmäßigen Teilnahme am Faschingszug, beim Maibaum Aufstellen, der Fronleichnamsprozession, dem Dorffest und dem Spielplatzfest helfen unsere Spielerinnen und Spieler zweimal im Jahr bei der Altpapiersammlung tatkräftig mit. Der Erlös aus dem Verkauf des Altpapiers kommt dem Kinderspielplatz in Gernlinden zu Gute der, so kann man zumindest immer wieder hören, zu den schönsten und beliebtesten im Landkreis Fürstenfeldbruck gehört. Im Mai 2011 fand anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens das mittlerweile 3. Brunnenfest in Gernlinden statt. Die Planungen hierfür begannen aufgrund des großen Umfangs bereits 1,5 Jahre zuvor. Es mussten Genehmigungen eingeholt, Räume reserviert, Darbietungen organisiert und Anzeigen ausgeschrieben werden. Hierzu noch ein großes Dankeschön an alle freiwilligen Helfer und vor allem den Mitgliedern des Festausschusses, welche zum großen Gelingen unseres Jubiläumsfestes beigetragen haben. Besonders konnten wir uns bei diesem Fest darüber freuen, dass wir sechs Mitglieder aus der Anfangszeit reaktivieren konnten, welche mit Kleidung und Fanfarentüchern aus dieser Zeit nochmal Aufgetreten sind. An dieser Stelle möchten wir allen danken, die auf verschiedene Weise dazu beigetragen haben, dass der Fanfarenzug heute freudig auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier genannt die Fanfarenzugführer Karl-Hans Benz, Heinz Dörner †, Achim Dorwarth, Reinhard Graf, Willi Kappler, Peter Kigele, Günther Westermair, Erich Oswald, Hans Glück und Christian Förg. Dank gebührt den vielen Spielerinnen und Spielern, die im Laufe der 45 Jahre im Fanfarenzug aktiv waren, sowie den Vorständen, passiven Mitgliedern und allen, die durch ihre ideelle und/oder materielle Unterstützung dem Fanfarenzug geholfen haben. Unser Dank gilt auch der Gemeinde Maisach, die seit 1986 die Räumlichkeiten im Bürgerzentrum zur Verfügung stellt, und uns bei der Realisierung des Brunnenprojektes unterstützt hat. Liebe Leserin, lieber Leser, Sie sehen, wer im Fanfarenzug dabei ist kommt viel herum und ist nicht nur Zuschauer sondern aktiver Teilnehmer an schönen Veranstaltungen in Nah und Fern. Wer gerne musiziert, Freude an interessanten und erlebnisreichen öffentlichen Auftritten hat und auch das gesellige Beisammensein schätzt, der ist im Fanfarenzug genau richtig und jederzeit wilkommen.
Gruppenaufnahme aus dem Jahr 2006
Die Geschichte des Vereins
Gruppenaufnahme aus dem Jahr 2006
Der Fanfarenzug Gernlinden wurde im Jahr 1961 gegründet. Es waren einige Mitglieder des Burschenvereins Gernlinden, die sich mit dem Gedanken trugen, eine Faschingsgesellschaft ins Leben zu rufen. Bei den Planungen hierzu kam man auch auf die Idee, die Auftritte der Faschingsgesellschaft musikalisch zu begleiten, z.B. durch einen Trommler- oder Spielmannszug. Man einigte sich schließlich auf die Gründung eines Fanfarenzuges, da man mit Heinz Dörner und Achim Dorwarth Leute mit Kenntnissen im Spielen von Trommeln und Fanfaren zur Hand hatte. So begannen im September 1961 die wöchentlichen Proben in der Werkstatt des damaligen 1.Fanfarenzugführers Karl-Hans Benz. Die Instrumente, sieben Fanfaren und drei Landsknechtstrommeln konnten durch private finanzielle Mittel angeschafft werden. Schon bald waren durch fleißiges Üben einige Märsche einstudiert und mit dem Spielen eines Weckrufes am 1.Mai 1962 trat der Fanfarenzug erstmals öffentlich auf. Männer der Anfangszeit waren Karl-Hans Benz, Heinz Dörner, der leider viel zu früh am 19.02.1985 verstorben ist, Achim Dorwarth, Jürgen Dorwarth, Alfred Gamperling, Martin Lindermair, Anton Maier, Alois Pangerl, Roman Rauscher, Hans Steuer und Benedikt Weinbauer. Die erste "Uniform" bestand aus dunkler Hose und weißem Hemd. Schon 1962 wurden, wiederum mit Hilfe privater Mittel und den ersten eingespielten Geldern, Fanfarentücher mit dem Wappen des Burschenvereins Gernlinden angeschafft. Mittlerweile hatte man die Proben von der Werkstatt des 1. Fanfarenzugführers Karl-Hans Benz in den Saal der Bahnhofsgaststätte Ritzer, die sich im sogenannten "Waldschlössel" befand, verlegt. Groß heraus kam der Fanfarenzug mit der Prinzengarde Gernlinden, die er über mehrere Jahre hinweg bei ihren Auftritten in Nah und Fern begleitete. Bald war unser Verein ein gerngesehener Gast bei Fahnenweihen, Musikfesten sowie vielerlei Festzügen und spielte auch auf Hochzeiten oder Geburtstagen gerne ein Ständchen. Das Jahr 1964 war für den Verein von ganz besonderer Bedeutung. Man erhielt nämlich die Möglichkeit, beim großen Trachten- und Schützenzug des Oktoberfestes in München mitzuwirken. Bedingung hierfür war allerdings eine bayerische Tracht. Nachdem der Fanfarenzug inzwischen auf eine Stärke von zwölf Mann angewachsen war, die wenigsten Spieler aber eine Lederhose ihr Eigen nennen konnten, begann eine fieberhafte Suche nach "Leih-Lederhosen". Zu guter Letzt hatte jeder "seine" Hose gefunden, auch wenn darin bei so manchem noch ein zweiter Spieler Platz gehabt hätte. Überliefert ist auch die Episode von Karl-Hans Benz der sich, obwohl er normalerweise die Schuhgröße 43 hatte, in geliehene Haferlschuhe der Größe 41 hineinzwängte. In etwa auf halber Strecke hielt er es nicht mehr aus, zog die Schuhe aus und marschierte den Rest strumpfsockig weiter. Trotz der kleinen "Anlaufschwierigkeiten" nutzte der Fanfarenzug seine Chance und ist bis heute alljährlich beim Oktoberfest dabei. Seit 1964 marschieren wir dabei in ununterbrochener Folge zusammen mit der bekannten Kapelle "Otto Schwarzfischer", die in der Schottenhamel Festhalle für beste Musikunterhaltung sorgt. Den lang gehegten Wunsch nach einer einheitlichen bayerischen Tracht konnte sich der Fanfarenzug 1966 erfüllen. Mit Haferlschuhen, blauen Strümpfen, Bundlederhose, Hosenträgern mit eingesticktem Maisacher Gemeindewappen und roter Weste entsprach sie der sogenannten „Brucker Burschentracht“. Finanziert wurde sie durch Eigenbeteiligung der Spieler, private Spenden, Zuschüsse der Gemeinde Maisach und die restlose Plünderung der Vereinskasse. Inzwischen war der Fanfarenzug in der nunmehrigen Großgemeinde Maisach zur festen Institution geworden. Neben der Teilnahme an den Faschingszügen in Gernlinden und Olching war er bei den Vorbereitungen und beim Aufstellen des Maibaumes in Gernlinden nicht mehr wegzudenken. Der 1.Mai begann traditionsgemäß um 6.00 Uhr mit dem musikalischen Weckruf, den vielleicht außer einigen notorischen Langschläfern niemand missen mochte. Unter Führung von Burschenverein/Fanfarenzug wurde dann zusammen mit anderen Gernlindner Ortsvereinen der schon vorher aus dem Wald herangeschaffte und in der Nacht strengstens bewachte Baum geschmückt und anschließend mit Muskelkraft und den sogenannten „Schwalben“ aufgestellt. Es ist eine besondere Freude, daß sich an diesem "Ritual" bis heute nichts geändert hat und das Fest, das der Burschenverein Gernlinden jedes Jahr anläßlich des Maibaumaufstellens organisiert von der Bevölkerung gerne besucht wird. Anfang der siebziger Jahre zeichnete sich beim Fanfarenzug ein Generationswechsel ab. Für viele verdiente Kameraden der "Pionierzeit" rückten junge Spieler nach, die das Musikspielen und die Pflege des Brauchtums im Sinne der Gründungsmitglieder weiterführten. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren, in denen die Mitgliederzahl ziemlich konstant war, erlebte der Verein nun ein ständiges Kommen und Gehen, und seine Stärke bewegte sich zwischen 10 und 25 Mann (auch Mädchen). Selbst in Zeiten geringerer Stärke erfüllte der Fanfarenzug stets seine vertraglichen Pflichten. Die bayerische Tracht wurde weiter vervollständigt. Nachdem im Jahre 1974 schwarze Hüte angeschafft wurden, kamen später noch Krawatten und braune Jacken hinzu. Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte war 1984 die Fahrt nach Apenrade/Dänemark, an der der Fanfarenzug zusammen mit anderen Vereinen der Gemeinde Maisach teilnahm. Im gleichen Jahr wurde von Vereinsmitgliedern erwogen, zusätzlich zur vorhandenen bayerischen Tracht eine historische Landsknechtstracht anzuschaffen. Hintergedanke dabei war, dem Fanfarenzug die Teilnahme an mittelalterlich-historischen Veranstaltungen wie z.B. den Ritterspielen in Kaltenberg zu ermöglichen. Die Tracht wurde nach alten Vorlagen und eigenen Vorstellungen entworfen. Wichtig war, einen Bezug zwischen dem Fanfarenzug und seinem Gründungs- und Heimatort Gernlinden herzustellen. Dabei dachten wir an Graf Hans Veit I I I . z u Toerring-Jettenbach, der an der Entwicklung des Ortes Gernlinden Anfang des 20. Jahrhunderts maßgeblichen Einfluß hatte. Wegen der neuen Tracht mußte die Vereinskasse zum zweiten Mal völlig ausgeplündert werden. Trotz finanzieller Eigenbeteiligung der Spieler, sowie zahlreicher Zuschüsse und Spenden konnten wir wie schon bei der Anschaffung der bayerischen Tracht die Landsknechtsuniform erst nach und nach vervollständigen. So wurden die provisorischen gelb-schwarz gerauteten Fanfarentücher erst Anfang 1988 durch solche ersetzt, auf denen ein weiteres Wappen der Familie Toerring, das sogenannte Schildwappen mit den drei Rosen, eingestickt ist. Auch Ledergürtel und unsere vielfach bestaunten historischen "Kuhmaulschuhe" kamen erst später hinzu. Um das mittelalterliche Bild abzurunden, gesellten sich zu den Trommlern und Fanfarenbläsern nun auch Fahnenschwinger, die seither im wahrsten Sinne des Wortes für "frischen Wind" bei unseren Auftritten sorgen. Die Entscheidung, dem Fanfarenzug eine historische Note zu geben, war in der Tat ein zukunftsweisender Entschluß, der sich bis heute durch gefüllte Terminkalender rechtfertigt. Als Dank und Anerkennung für seine ideelle und finanzielle Unterstützung wurde Hans Caspar Graf zu Toerring-Jettenbach 1987 zum Ehrenmitglied des Fanfarenzuges ernannt. Aber nicht nur wegen der Anschaffung der neuen Tracht war das Jahr 1985 für den Verein von großer Bedeutung. Der Fanfarenzug trennte sich vom Burschenverein, aus dem er 1961 als Unterabteilung hervorgegangen war und wurde selbständig. Man trug fortan den Namen und darf seit der Eintragung ins Vereinsregister am 28.April 1986 den Zusatz e.V. führen. Der Trennung gingen viele zum Teil auch sehr hitzige und emotional geführte Diskussionen zwischen Mitgliedern des Burschenvereins und aktiven Trommlern und Bläsern des Fanfarenzuges voraus. Mit dem Abstand von nun- mehr über 20 Jahren läßt sich feststellen, daß sowohl Burschenverein als auch Fanfarenzug seit 1985 eine überaus erfreuliche und positive Entwicklung genommen haben. Im September 1986 konnten wir unser neues Vereinsheim und den Probenraum im Kellergeschoß des Bürgerzentrums Gernlinden beziehen. Die Räume werden uns bis zum heutigen Tage von der Gemeinde Maisach zur Verfügung gestellt und von uns intensiv genutzt. Ein herzliches "Vergelt´s Gott" möchten wir an dieser Stelle der katholischen Pfarrgmeinde "Bruder Konrad" sagen. Mehr als zwei Jahrzehnte war unser Vereinsheim im Pfarrzentrum untergebracht. Trotz der sicherlich nicht gerade leisen Proben war in all den Jahren das Verhältnis ausgesprochen gut. Im Januar 1987 wurde Rudi Keilberth zum Ehrenmitglied ernannt. Damit wurde er für seine großen Verdienste, die er sich um den Fanfarenzug erworben hat, gebührend geehrt. In seiner mehr als 20 Jahre dauernden Tätigkeit als Geschäftsführer organisierte er mit großem Idealismus unzählige Auftritte, sorgte für einen reibungslosen Ablauf des Vereinslebens und marschierte als unser g´standner Tambourmajor bei allen Auftritten stets an vorderster Stelle. Notwendige Entscheidungen traf er mit herausragendem Sachverstand und viel Herz. 1988 erwog man zum 30-jährigen Bestehen des Fanfarenzuges im Jahre 1991 ein Jubiläumsfest zu veranstalten. Bei der Jahreshauptversammlung am 11.01.1989 wurde nach eingehender Diskussion die Durchführung der Feierlichkeit beschlossen. Durch die engagierte Arbeit der Vorstandschaft unter Führung des damaligen 1. Vorsitzenden Reinhard Graf, den Mitgliedern des Festausschußes und vielen anderen freiwilligen Helfern ist es uns gelungen vom 21.06.1991 bis zum 23.06.1991 ein wirklich beeindruckendes Fest auf die Beine zu stellen, das bis heute den aktiven Teilnehmern, aber auch noch vielen Gernlindnerinnen und Gernlindnern in guter Erinnerung ist. Höhepunkt war sicherlich der große Country-Abend mit der Gruppe "TRUCK-STOP". Das (von uns in Eigenregie) auf einem von Josef Poxleitner unentgeltlich zur Verfügung gestellten Platz errichtete Zelt war mit rund 2000 Gästen bis auf den letzten Platz ausverkauft, und die Stimmung war phantastisch. Aber auch die sonstigen Veranstaltungen unseres Jubiläumsprogrammes waren schön, allen voran der große und farbenprächtige Festzug mit über 15 Spielmanns - und Fanfarenzügen (z.B.aus Lindau, Ravensburg und Neuburg an der Donau) sowie den Ortsvereinen durch die Straßen von Gernlinden. Dem Wettergott müssen wir bis heute dankbar sein, denn die Tage vor unserem Fest regnete es nahezu ununterbrochen, aber mit Beginn unserer Veranstaltung am Freitag, den 21.06.1991 hatten wir schönes Wetter. Nicht minder erfolgreich wie in den ersten drei Jahrzehnten war die Entwicklung des Fanfarenzuges seit 1991. Die historische Landsknechtstracht eröffnet uns nach wie vor die Möglichkeit an vielen schönen historischen Veranstaltungen teilzunehmen. Seit 1985 ist der Fanfarenzug Gernlinden regelmäßig beim weltgrößten Ritterturnier in Kaltenberg dabei, seit 1992 bei den alle zwei Jahre stattfindenden Ritterspielen in Ortenburg (bei Passau) und seit 2002 bei dem mittelalterlichen Fest auf Schloß Hexenagger im Altmühltal. Besondere Höhepunkte waren auch die Teilnahme am Schloßfest in Neuburg an der Donau (2003) und am Peter und Paul Fest in Bretten/Baden (2004). Bei der Jahreshauptversammlung im März 2001 wurde Achim Dorwarth zum insgesamt dritten Ehrenmitglied des Fanfarenzuges neben Rudi Keilberth und Hans Caspar Graf zu Toerring-Jettenbach ernannt. Achim Dorwarth ist seit der Gründung im Jahre 1961, abgesehen von einer kurzen Unterbrechung, aktiver Fanfarenbläser. Er hatte das musizieren in seiner Jugend beim Fanfarenzug Bretten gelernt und war somit prädestiniert, die dort erlernten Märsche an, den sich im Aufbau befindlichen Fanfarenzug Gernlinden weiterzugeben und mit den Spielern einzustudieren. Auch an den Planungen für die historische Landsknechtstracht und deren letztendliche Realisierung hatte er maßgeblichen Einfluss. Nicht zu vergessen, dass er im Laufe seiner jahrzehntelangen Mitgliedschaft verschiedene Vorstandsämter im Verein bekleidete. Auch der Fanfarenzug geht mit der Zeit und ist seit 2002 unter www.fanfarenzuggernlinden.de im Internet vertreten. Die Homepage hat unser Mitglied Christian Förg aufgebaut und wurde bis 2014 von ihm “geflegt” und weiterentwickelt. Die Homepage ist für unsere Mitglieder und alle anderen potentiellen Interessenten gleichermaßen eine aktuelle und informative Plattform. Im Jahr 2015 wurde unsere Homepage von Sebastian Klose völlig neu “designed” und umgestaltet um auch dem mobilen Zeitalter entsprechen zu können. Durch die Teilnahme an vielen historischen Festen entstand die Idee, die Auftritte des Fanfarenzuges gerade in der Dämmerung oder am Abend mit Feuerspuckern zu bereichern. Da unsere Mitglieder Leo Huber und René Huber bereits "privat" feuerspuckten, wurden sie "verpflichtet" dies auch im Fanfarenzug zu praktizieren. So konnten wir schon bei vielen Auftritten die Zuschauer nicht nur mit der Fanfarenmusik, sondern auch mit einer schönen "Feuershow" begeistern. Glücklicherweise konnten wir in den letzten Jahren wieder Nachwuchs für unseren Verein gewinnen. Dies machte es erforderlich, über die montags und mittwochs stattfindenden Proben hinaus, noch einmal im Jahr ein "Trainingslager" durchzuführen, in dem unsere jungen Mitglieder, aber auch die altgedienten Trommler und Bläser intensiv proben und neue Märsche einstudieren konnten. In Dinkelscherben, idyllisch gelegen im Naturpark "Augsburg westliche Wälder", fanden wir im dortigen Kreisjugendheim ideale Voraussetzungen und verbringen dort seit 2002 unsere Probenwochenenden, bei denen aber auch der Spaß und die sonstige Freizeitgestaltung, wie Fußball- und Tischtennisspielen oder Schwimmen nicht zu kurz kommt. Nach mehreren Anläufen begann der Fanfarenzug Ende 2001 / Anfang 2002 mit der konkreten Umsetzung seiner schon lange existierenden Idee, vor dem Bürgerzentrum einen Brunnen zu bauen. Dieser Brunnen soll einerseits dazu beitragen, das Ortszentrum von Gernlinden zu verschönern und zu beleben, andererseits das Andenken an Graf Hans Veit III. zu Toerring-Jettenbach zu erhalten. Viele Hürden waren zu überwinden bis wir endlich am 19.05.2006 mit der Weihe des Brunnens einen lange gehegten Traum verwirklichen konnten. Wir wünschten uns, daß der Brunnen zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt wird und bleibt. Auch sonst nimmt der Fanfarenzug seit Jahrzehnten regen Anteil am öffentlichen Leben in Gernlinden. Neben der regelmäßigen Teilnahme am Faschingszug, beim Maibaum Aufstellen, der Fronleichnamsprozession, dem Dorffest und dem Spielplatzfest helfen unsere Spielerinnen und Spieler zweimal im Jahr bei der Altpapiersammlung tatkräftig mit. Der Erlös aus dem Verkauf des Altpapiers kommt dem Kinderspielplatz in Gernlinden zu Gute der, so kann man zumindest immer wieder hören, zu den schönsten und beliebtesten im Landkreis Fürstenfeldbruck gehört. Im Mai 2011 fand anlässlich unseres 50-jährigen Bestehens das mittlerweile 3. Brunnenfest in Gernlinden statt. Die Planungen hierfür begannen aufgrund des großen Umfangs bereits 1,5 Jahre zuvor. Es mussten Genehmigungen eingeholt, Räume reserviert, Darbietungen organisiert und Anzeigen ausgeschrieben werden. Hierzu noch ein großes Dankeschön an alle freiwilligen Helfer und vor allem den Mitgliedern des Festausschusses, welche zum großen Gelingen unseres Jubiläumsfestes beigetragen haben. Besonders konnten wir uns bei diesem Fest darüber freuen, dass wir sechs Mitglieder aus der Anfangszeit reaktivieren konnten, welche mit Kleidung und Fanfarentüchern aus dieser Zeit nochmal Aufgetreten sind. An dieser Stelle möchten wir allen danken, die auf verschiedene Weise dazu beigetragen haben, dass der Fanfarenzug heute freudig auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien hier genannt die Fanfarenzugführer Karl-Hans Benz, Heinz Dörner †, Achim Dorwarth, Reinhard Graf, Willi Kappler, Peter Kigele, Günther Westermair, Erich Oswald, Hans Glück und Christian Förg. Dank gebührt den vielen Spielerinnen und Spielern, die im Laufe der 45 Jahre im Fanfarenzug aktiv waren, sowie den Vorständen, passiven Mitgliedern und allen, die durch ihre ideelle und/oder materielle Unterstützung dem Fanfarenzug geholfen haben. Unser Dank gilt auch der Gemeinde Maisach, die seit 1986 die Räumlichkeiten im Bürgerzentrum zur Verfügung stellt, und uns bei der Realisierung des Brunnenprojektes unterstützt hat. Liebe Leserin, lieber Leser, Sie sehen, wer im Fanfarenzug dabei ist kommt viel herum und ist nicht nur Zuschauer sondern aktiver Teilnehmer an schönen Veranstaltungen in Nah und Fern. Wer gerne musiziert, Freude an interessanten und erlebnisreichen öffentlichen Auftritten hat und auch das gesellige Beisammensein schätzt, der ist im Fanfarenzug genau richtig und jederzeit wilkommen.